Green Deal liefert nicht die Antworten, die wir aktuell benötigen

Autor

fablf

Datum

22. Mrz 2022

Kategorie

Familienbetriebe Land und Forst zur Entscheidung der EU-Kommission, den EU Green Deal auszusetzen

Berlin. 22. März 2022. Die Familienbetriebe Land und Forst begrüßen die Entscheidung der EU-Kommission, den EU Green Deal angesichts des Ukraine-Krieges vorläufig auszusetzen. „Wir haben es beim Klimawandel, bei der Ernährungssicherung und beim Artenschwund mit multiplen Krisen zu tun, die eine ganzheitliche Antwort verlangen. Die kann der Green Deal in seiner jetzigen Ausgestaltung nicht liefern“, erklärt Max v. Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst.

„Studien belegen klar, dass die aktuellen Maßnahmen zu geringeren Ernten und höheren Preisen führen und dabei nicht einmal klimawirksam sind. Damit können wir künftig weniger Holz und Getreide in Europa produzieren. Im Ergebnis verlagern wir die Produktion und auch die dabei entstehenden Emissionen lediglich in andere Regionen der Erde, denn die globale Nachfrage nach Nahrungsmitteln und Holz wird absehbar steigen.“ Daher seien nicht nur die Stilllegungen von Ackerflächen der falsche Weg, sondern auch Nutzungsverbote im Wald. Elverfeldt fordert deshalb: „Nicht nur die Nahrungsmittelproduktion gehört auf den Prüfstand. Auch die regionale Holzproduktion darf durch den Green Deal nicht
geschwächt werden.“

Die Familienbetriebe Land und Forst sind ein freiwilliger Zusammenschluss von Eigentümern, die mit ihren Betrieben für gut 50.000 Unternehmer, Mitarbeiter und Familienmitglieder stehen. Unsere Mitgliedsbetriebe tragen Verantwortung für rund 5 Prozent der land- und forstwirtschaftlichen Fläche in
Deutschland. Sie bewirtschaften ihre Flächen nachhaltig und denken in Generationen. Unser Ziel ist es, Mehrwert für unsere Gesellschaft zu schaffen und das Bewusstsein für die Anliegen von familiengeführten land- und forstwirtschaftlichen Betrieben zu stärken. Der Verband setzt sich daher für den
Schutz des privaten Eigentums und die Stärkung der Wirtschaftskraft im ländlichen Raum ein. Im ständigen Dialog mit Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit engagieren sich die Familienbetriebe Land und Forst für eine verantwortungsvolle und generationsgerechte Politik.

Pressekontakt:
Juliane Ahrens, Leiterin Kommunikation, Familienbetriebe Land und Forst e.V.,
Tel.: 030 -246 30 46 11, ahrens@fablf.de

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